Corona in ihrem Leben und Traum

Kloster Bethan 1711

Verwirrt und doch glücklich betrat die Novizin wieder das Kloster. Die Äbtissin, Schwester Maria, ließ ihr durch Konstanze einer anderen Novizin ausrichten, das sie sofort nach Wiederkehr sich zu ihr begeben solle.

„Corona“: sagte Konstanze “Du musst sofort zu Schwester Maria, Sie will Jemanden mit dir bekannt machen.“

Corona war sehr aufgeregt, denn sie konnte es sich zwar nicht vorstellen wie er es geschafft haben sollte, aber für sie war es klar, das dies nur dieser wundervolle Mann von vorhin sein könne, der da bei Schwester Maria auf sie wartet.

Sie war dem Sohn des All Einen versprochen, doch Wunder wie heute Morgen, als ihr der Markgraf Cardisto das Leben gerettet hat, konnten immer geschehen. Sie eilte durch die Gänge des Klosters, die Treppe zu der Kammer der Abtei rauf. Ihre Wangen waren leicht gerötet, teils aus Scham vor ihren eigene Gefühlen die so plötzlich über sie hereinbrachen, teils aus Anstrengung. Sie stand nun außer Atem vor der Tür der Äbtissin. Noch ein Augenblick der Sammlung und dann klopfte sie an die Tür. Sie hörte die beruhigende Stimme von Schwester Maria.